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Wie es dazu kam…

Wie kommt es dazu, dass wir als Missionare beim MDB nach Bolivien gehen? Ein Vers begleitet uns schön länger durch unser Leben:

Dieser Gott — sein Weg ist vollkommen!
Das Wort des HERRN ist geläutert;
Er ist ein Schild allen, die Ihm vertrauen.

Psalm 18,31​

Was gibt es Spannenderes als selbst mitzuerleben, wie Gott führt?

Schon immer war das Thema Mission ein Thema für uns. Zwei Mal durften wir beide vor unserer Ehe ein Auslandsjahr in der Mission verbringen. Und auch nach unserer Hochzeit war unser Gebet: Herr wir bleiben so lange in Deutschland, bis du uns woanders hinschickst.

Im August 2021 besuchte Heinrich Görzen, aktuell Feldleiter beim MDB in Guayaramerín, unsere Gemeinde mit einem Vortrag über die Missionsarbeit in Bolivien. Da wir coronabedingt nicht dabei sein konnten, hörten wir den Bericht zu Hause im Wohnzimmer an. Beim Gespräch am Mittagstisch kam dann heraus, dass wir während des Missionsberichts beide unabhängig voneinander den Gedanken hatten, dass wir unseren ganzen Haushalt aufgelöst haben und nach Bolivien gegangen sind. Von da an begannen wir intensiver dafür zu beten, ob wir nach Bolivien gehen sollen. Wir kannten und schätzten den MDB ja schon von vorherigen Einsätzen.

Es war nicht so leicht gelassen auf Klarheit und Führung zu warten. Für das Jahr 2022 nahmen wir uns vor, diese Frage zu klären.

Als uns im März 2022 unser Gemeindeleiter fragte, ob wir als Missionare wieder nach Guayaramerín gehen möchten, war für uns eine große Frage, welche Aufgaben uns dort erwarten und zugeteilt werden. Wir hatten Gespräche mit verschiedenen Geschwistern und immer mehr drängte sich uns die Frage auf, ob man uns dort überhaupt braucht. Will Gott uns wirklich dort einsetzen?

Wir hörten, dass zwei weitere Familien aus unserer Gemeinde zugesagt hatten, zum MDB zu gehen. Hatte es sich nicht dadurch für uns erledigt? Wir beteten weiter, sagten aber im Herbst 2022 unseren Freunden, die diese Frage mit uns im Gebet durchlebten, dass es so aussieht, dass wir nicht nach Bolivien gehen werden. Nach weiteren Gesprächen wurde aber klar, dass im Internat in Nueva Canaán Mitarbeiter gebraucht werden. Gott hatte diese Bedenken aus dem Weg geräumt. Für uns stand fest: Wenn wir gebraucht werden, wollen wir gehen. Also sagten wir zu und Gott führte uns in den weiteren Schritten wunderbar. Immer wieder schickte er uns Ermutigung und Bestätigung für diesen Weg. Sehr dankbar sind wir für viele kleine Wunder bei den Vorbereitungen auf den Missionsdienst und der Auflösung unserer Wohnung. Auch danken wir Gott für den so liebevollen Abschied von Familie, Freunden und der Gemeinde. Es ermutigt uns sehr, dass sie für uns beten und den Dienst so mittragen.